Am 17.10.2009 wanderten rund 50 Personen entlang der ehemaligen Innerdeutschen Grenze bei Offleben.
Die erste Station „Pfarrgarten“ befindet sich im Pfarrgarten und zeigt, wie sehr Offleben unter der Beobachtung der Grenzsoldaten stand. Auf einer Erhöhung hinter Offleben stand ein Wachturm der DDR- Grenztruppen. Dieser war Tag und Nacht besetzt, so war es möglich, dass in einer Senke liegende Dorf, Tag und Nacht zu beobachten. Die letzten Häuser des Dorfes waren circa 50m von der Innerdeutschen Grenze entfernt. Durch die Grenzanlagen schien es, als ob Offleben >gefangen< wäre.
Nach einem kurzen Fußmarsch kommt man auf eine Erhöhung hinter Offleben, den „Tusculum“. Hier befindet sich die zweite Station der Grenzwanderung. Nun stehen wir genau hinter dem Dorf und gucken in Richtung Westen auf Offleben. Wir nehmen so die Beobachterposition der Grenzsoldaten ein. Wenn man vom Kolonnenweg ausgehend in Richtung Offleben guckt, kann man sich kaum vorstellen, dass dieses idyllische Bild von einem drei Meter hohen Stahlmattenzaun, einem Minenstreifen (auch Todesstreifen genannt) und weiteren Hindernissen für DDR-Flüchtlinge geprägt war. Entlang des Kolonnenwegs standen Laternen, die das Dorf in der Nacht in orangenes Licht tauchten, dies war besonders anfangs eine enorme psychische Belastung für die Einwohner.
Sind sie neugierig geworden und wollen mehr wissen? Dann melden sie sich doch (mindestens 5 Personen), unter 05352/6253 im Pfarramt Offleben, zu einer Führung an. Diese Führung ist kostenlos, um eine Spende wird jedoch gebeten.
An der Straße von Offleben in Richtung Barneberg, am östlichen Dorfausgang, befindet sich die dritte Station. Hier ist die bauliche Entwicklung der Grenze zu sehen………
Weiteres können sie selbst, während einer Wanderung entlang der Grenze erfahren.
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24.06.2011
Kategorie: Gemeindeleben


